von Willy Spieler
Wann hat es das in der SP je gegeben? Ein Programm wird erst nach seiner Verabschiedung diskutiert und mit ‚Rückkommensanträgen’ madig gemacht. Wohlgemerkt nach der Annahme durch den Parteitag mit 420 zu 5 Stimmen bei 15 Enthaltungen! ‚Demokratischer Sozialismus’, ‚Überwindung des Kapitalismus’, ‚bedingungsloses Grundeinkommen’ und ‚Abschaffung der Armee’ sind die ‚Reizwörter’, die kapitalabhängige Medien den Genossinnen und Genossen um die Ohren schlagen. Selbst die Parteileitung lässt sich durch das Verdikt vom „realitätsfremden programmatischen Hokuspokus“ (NZZ 6.11.2010) einschüchtern, so dass sie in den Wahlkampf zieht, als ob sie sich des Programms Für eine sozial-ökologische Wirtschaftsdemokratie schämen müsste. Dabei hätte die SP allen Grund, auf die geschichtsvergessene und analytisch wie sozialethisch inkompetente Kritik am neuen Programm eine klare Antwort zu geben und ihre Visionen selbstbewusst in den Wahlkampf einzubringen. Wie früher, zum Beispiel 1943!
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Wolf Stettler
Bei einem Treffen von Linken im Januar kam die Debatte auf die Wichtigkeit von rechtem Storytelling (Tellerwäscher-zum-Millionär-Geschichten) für die Verbreitung bürgerlicher Ideologie. Und es wurde diskutiert, ob es entsprechendes linkes Storytelling noch gebe und wieweit dieses wirksam sei.
Ich möchte an dieser Stelle ein Beispiel für modernes linkes Geschichtenerzählen vorstellen.
Auf das Buch «For The Win - Organize to Sruvive» von Cory Doctorow bin ich zufällig gestossen, in der Science-Fiction Abteilung des englischen Orell Füssli.
Manifest, März 2004
Warum wir Sozialistinnen und Sozialisten sind – Beitrag zu einer modernen Sozialdemokratie
HerausgeberInnen: Oltener Kreis Linker SozialdemokratInnen sowie: Franco Cavalli, Margret Kiener Nellen, Stéphane Rossini; weitere UnterstützerInnen melden sich bitte bei info@socialism.ch